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Coperion Nanjing eröffnet neuen Standort

Neue Fabrik entspricht hohen Qualitätsstandards

Coperion (Nanjing) Machinery Ltd. Co., Nanjing, VR China, hat im November einen neuen Standort im Nanjing Jiangning Distrikt eröffnet. Kimberly K. Ryan, President von Coperion, weihte die neue Fabrik im Rahmen einer feierlichen Eröffnungszeremonie im Beisein von Vertretern der Regierung der Wirtschaftlichen & Technologischen Entwicklungszone Jiangning, verschiedener chinesischer Kunststoff- und Maschinenbau-Verbänden, 150 Kunden und Lieferanten, Medienvertretern sowie Mitarbeitern und dem gesamten Vorstand von Coperion ein.

Die Eröffnung des neuen Standorts markiert den Abschluss eines umfangreichen Umzugsprojekts einschließlich Neubau und Umzug vom bisherigen Standort. Der Umzug wurde notwendig, da der alte Fertigungsstandort künftig laut Vorgaben der Regierung des Nanjing Jiangning Distrikts ausschließlich den Bereichen F&E und Technologie vorbehalten ist. Mit Unterstützung der Regierung der Wirtschaftlichen & Technologischen Entwicklungszone Jiangning fand Coperion für Fertigungs- und Produktionszwecke den nahe gelegenen neuen Standort. Die Bauarbeiten begannen im Mai 2014 und konnten im Juni 2015 planmäßig abgeschlossen werden.

Das neue Werk wird sich mit einer Fläche von mehr als 15.000 m² weiterhin auf die Herstellung von Doppelschneckenextrudern der Baureihen STS und CTE konzentrieren. Um die Anforderungen an eine moderne Produktion zu erfüllen, standen bei der Konzeption des neuen Gebäudes folgende Ziele im Mittelpunkt: modernste Technologie für die Produktion auf Basis des verfahrens- und fertigungstechnischen Know-hows von Coperion Stuttgart sowie ein optimierter, maßgeschneiderter Produktionsablauf für höchste Effizienz.

„Wir haben unseren Standort innerhalb Nanjings verlagert, um der Bedeutung der Märkte in China und Asien Rechnung zu tragen“, sagte Kimberly K. Ryan während ihrer Eröffnungsrede. Sie blickte ebenfalls auf die mehr als 15-jährige Geschichte von Coperion in China zurück und sprach über die Entwicklung des Standorts Nanjing, der in diesem Zeitraum von einer Handvoll Mitarbeitern im Jahr 1997 bis heute auf fast 400 Mitarbeiter gewachsen ist.

„Dieser neue Fertigungsstandort in Nanjing ist ein weiterer Schritt vorwärts für Coperion und spiegelt die Bedeutung von Coperion Nanjing für unser Geschäft wider“ sagte Ryan. „Wir sehen ihn als ein Investment in die Zukunft und als eine deutliche Verpflichtung gegenüber unseren Kunden. Coperion Nanjing wird weiterhin eine wichtige Rolle in unserem weltweiten Netzwerk spielen, nicht nur als Standort für die Extruderfertigung, sondern auch für unseren Service.“

Joanne Shen, Geschäftsführerin von Coperion Nanjing, fügte hinzu: „Der Standort Nanjing wird immer mehr zur Drehscheibe in Asien. Die neue Fabrik unterstützt unser Bestreben, unseren Kunden stets die besten Produkte und Services zu bieten. Das unterstreicht auch unser neues Testzentrum. Neben den bereits bestehenden Extrudern der STS- und CTE-Baureihen komplettiert ein Extruder der neuesten ZSK Mc18 Baureihe die Ausrüstung. Damit steht das Testzentrum auch stellvertretend für das Bekenntnis zum Standort Nanjing. Es unterstreicht das hohe Vertrauen in die weitere Entwicklung von Coperion Nanjing.“

Ihr Ansprechpartner:
Gavin Wang, Tel.: +86 25 8106 0550, Email

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Komplettsysteme zur Herstellung von langfaserverstärkten Thermoplasten

Coperion erweitert Angebot im Bereich Langfaser-Technologie

Die Aufbereitung der Polymere im Pultrusionsprozess erfolgt im Extruder – hier der Doppelschneckenextruder STS 65 Mc11.

Coperion baut das Angebot im Bereich Langfaser-Technologie für den europäischen und asiatischen Raum aus. In Zusammenarbeit mit der Firma ProTec Polymer Processing GmbH, Bensheim, bietet Coperion nun Komplettanlagen zur Fertigung von langfaserverstärkten Thermoplasten (LFT) an. Durch die Kooperation beider Unternehmen kann dem gestiegenen Bedarf nach LFT-Granulaten Rechnung getragen werden. Bauteile aus langfaserverstärkten Kunststoffen besitzen eine ausgezeichnete Steifigkeit bei geringerem Gewicht und erhöhten Schlagzähigkeiten. Zudem weisen sie im Vergleich zu kurzfaserverstärkten Thermoplasten verbesserte mechanische und thermische Materialeigenschaften auf. Durch diese Qualitätsverbesserung eignen sich langfaserverstärkte Thermoplaste für höhere Belastungen und anspruchsvolle Einsatzbereiche.

Pultrusionsverfahren zur Erzeugung von LFT-Granulaten
Die Erzeugung von langfaserverstärkten Thermoplasten erfolgt im Pultrusionsverfahren. Hier werden Glas-, Kohlestoff-, Metall- oder Naturfaser in eine Polymermatrix eingearbeitet. Durch den Pultrusionsprozess werden die Einzelfasern der Faserstränge imprägniert. Es wird eine dauerhafte homogene Verbindung von Trägerpolymer und Einzelfaser hergestellt. Die Aufbereitung der Polymere erfolgt im Extruder. Hier setzt Coperion neben dem zweiwelligen Schneckenkneter ZSK Mc18 auch den Doppelschneckenextruder STS Mc11 ein. Die ZSK Mc18 Baureihe wird hier besonders für Produkte mit hohem Drehmomentbedarf wie Technische Kunststoffe oder Hochtemperaturanwendungen eingesetzt, die STS Mc11 Baureihe für Standardkunststoffe wie Polypropylen und Polyethylen. Für die Dosierung werden Coperion K-Tron Dosiersysteme verwendet. Diese eignen sich besonders für pulverförmige Rohstoffe wie Polymerpulver, Additivpulver oder Füllstoffe wie Talkum und Kreide. Nach der Imprägnierung werden die Faser-Polymer-Stränge im Wasserbad abgekühlt, durch eine spezielle Abzugseinrichtung abgezogen und anschließend granuliert. Der Granulator von Coperion Pelletizing Technology GmbH ist hierfür mit einem speziellen Schneidrotor ausgestattet. Die finale Granulatlänge liegt zwischen 5 und 12 mm. Wurde in der Vergangenheit meist Polypropylen als Basispolymer verwendet, ist aktuell ein Trend erkennbar, andere Polymere wie PA, PEEK oder PLA zu verwenden. Je nach Bedarf können auch weitere Polymere zum Einsatz kommen. Die Liniengeschwindigkeit beträgt bis zu 50m/min – abhängig vom verwendeten Polymer.

Rovingvorwärmung mit Auffächerung der Einzelfasern ermöglicht beste Einzelfaserbenetzung
Rovingvorwärmung mit Auffächerung der Einzelfasern ermöglicht beste Einzelfaserbenetzung

Kooperation bietet viele Vorteile
Die Kooperation von Coperion und ProTec Polymer Processing bietet zahlreiche Vorteile. Die komplette Linie wird mit optimierten Komponenten angeboten, um höchste Qualität bei der Herstellung von LFT-Granulaten zu ermöglichen. Dazu zählen neben der Doppelschneckenextruderbaureihe ZSK Mc18 oder STS Mc11 auch ein speziell modifizierter Imprägnierkopf. Dieser von ProTec entwickelte Imprägnierkopf hat den Vorteil, dass er durch Füllstoffe nicht verstopfen kann. Zudem ermöglichen ein Rovingabzug mit rotierenden Spulen sowie eine Rovingvorwärmung mit Auffächerung der Einzelfasern beste Faserimprägnierung. Ein weiterer Vorteil der Komplettanlage: Verschiedene Polymere können in Kombination mit speziellen Additiven auf der gleichen Produktionslinie verarbeitet werden. Die Unterstützung und Entwicklung kundenspezifischer Rezepturen kann im Testcenter bei ProTec in Bensheim erfolgen, ebenso wie die Herstellung von Produktmustern zur Validierung der mit LFT-Granulaten hergestellten Bauteile. Durch den Einsatz der Doppelschneckentechnologie und dem speziellen Imprägnierkopf besteht zudem die Möglichkeit, zusätzliche Füllstoffe und Rezyklate zu verwenden. Als Ergebnis erhält der Kunde eine auf seine Rezepturen eingestellte vollautomatische Produktionsanlage.

Ein typischer Einsatzbereich von LFT ist die Automobilindustrie. Jedoch bieten sich die Vorteile der Technologie auch für weitere Anwendungsfelder an, in denen Produkte höheren Anforderungen und Belastungen ausgesetzt sind und hier durch eine gesteigerte Qualität profitieren. Derzeit arbeiten Coperion und ProTec an einem ersten gemeinsamen Kundenprojekt in Europa.

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Oliver Eitel, Tel: +49 (0)711 897 2474, Email

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Granulatreinigung konsequent weiterentwickelt: Erste mobile HFS-Komplettanlage

Weltweit erstes, mobiles Plug’n Play Granulatreinigungssystem

Fließbettsichter
Fließbettsichter

Nach der erfolgreichen Markteinführung der 2. Generation des Horizontalen Fließbettsichters HFS im April 2014, wurde der Sichter konsequent weiterentwickelt. Bisher bestand ein Reinigungssystem aus vielen Einzelkomponenten wie beispielsweise Sichter, Ventilatoren, Zyklon oder Rohrleitung, die in der Regel vom Kunden nach Vorgaben von Coperion installiert wurden. Dies gehört nun der Vergangenheit an. Die neue HFS-Komplettanlage besteht nur noch aus 2 fahrbaren Baugruppen, die über einen Schlauch und ein Kabel miteinander verbunden werden. Die erste Baugruppe besteht aus einem fahrbaren Gerüst auf dem der Sichter, der Sichtluftventilator und die Steuerung der Anlage, sowie alle nötigen Zubehörteile montiert sind. Die zweite Baugruppe ist ein fahrbarer Filter mit eingebautem Abluftventilator. Über die integrierte Steuerung ist das System einfach zu bedienen und über potentialfreie Kontakte ist auch die Anbindung an eine übergeordnete Steuerung möglich.

Die Komplettanlage wurde im Wesentlichen für Anwendungen im Compoundierbereich konzipiert, daher sind zur Markteinführung die Baugrößen HFS 2,3 und 4,5 mit Durchsatzleistungen bis zu 4,5 t/h verfügbar.

Funktionsprinzip des HFS

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Sofort betriebsbereit: Auspacken > Schlauch- und Kabelverbindungen installieren > Fertig!
  • Einfache Bedienung: Durch eine integrierte, benutzerfreundliche Steuerung
  • Leicht zu integrieren: Problemloser Anschluss an ein übergeordnetes Leitsystem möglich
  • Flexibel: Durch den großen, einstellbaren Durchsatzbereich ist die mobile Anlagen an verschiedenen Stellen einer Produktionsanlage einsetzbar
  • Effizient: Zur gründlichen Entfernung von Staub und Engelshaar sind nur geringe Luftmengen erforderlich

Ihr Ansprechpartner:
Olaf Hustert, Tel.: +49 751 408 481, Email

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Bulk Solids Innovation Center

Bulk Solids Innovation Center zur Erforschung der Aufbereitung und Handhabung von Schüttgütern

Bulk Solids Innovation Center, Salina
Bulk Solids Innovation Center, Salina

Das Bulk Solids Innovation Center (BSIC) in Salina ist die neue Heimat des Schüttguthandling-Technikums für Coperion und Coperion K-Tron in den USA. Das Center ist das erste Forschungszentrum dieser Art in Nordamerika und wird von der Kansas State Universität geleitet. Industriepartner wie Coperion stellen modernstes Equipment zur Verfügung, um das Center zu einer der fortschrittlichsten Forschungseinrichtungen für die Aufbereitung und Handhabung von Schüttgütern zu machen. Es ist ausgestattet mit pneumatischen Fördersystemen, Schleusen und Weichen, Dosierern, Trichtern in verschiedenen Größen sowie unterschiedlichen Arten von Partikel-Luftfiltersystemen. Ziel des Centers ist es, das Verständnis über das Verhalten von Schüttgütern zu verbessern und die Technologien für die Aufbereitung und Handhabung von Schüttgütern weiterzuentwickeln.

Forschungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen
Das Center bietet Forschungsmöglichkeiten in vielen Bereichen, z.B. Schüttguthandhabung, Förderung, Vermischung, Trennung, Fließfähigkeit, Abbau, Schwerkraft, Partikel-Luftfiltersysteme oder Lagerung. Zudem verfügt das Center über modernste Steuerungsschnittstellen, Überwachung und Datensammlungen aller Parameter. Echtzeit-Daten von hunderten Sensoren können verwendet werden, um Meldungen über Druck, Temperatur, Fließrate, Geschwindigkeit, Stromstärke, Stromverbrauch, Gewicht und Zeit auszuwerten. Diese Daten werden auf einem Server gespeichert, der Rohdaten, Verlaufsdaten und grafische Darstellungen ausgibt. Zusätzlich zum vollausgestatteten Labor befinden sich im Center mehrere kleinere Labore, die über modernste Geräte zur Materialanalyse verfügen. Damit können für Kunden unabhängige Untersuchungen von Materialeigenschaften durchgeführt und Empfehlungen ausgesprochen werden.

Lehrveranstaltungen und Weiterbildungen im Bereich Schüttguthandhabung
Neben den zuvor genannten Leistungen bietet die Kansas State Universität Lehrveranstaltungen im Bulk Solids Center an. Im Rahmen von Weiterbildungskursen für Teilnehmer aus der Industrie wird das Verständnis für das Verhalten von Schüttgütern sowie Schüttgutsysteme geschult und verbessert. Darüber hinaus finden dort Vorlesungen und Kurse für wissenschaftliche Mitarbeiter, Doktoranten und Studenten statt. Wenn Sie Informationen zu den angebotenen Kursen erhalten möchten, dann kontaktieren Sie uns per Email.

Ihr Ansprechpartner:
Todd Smith, Tel: +1 785 825 3868, Email

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