Verschleißgeschützte Zellenradschleusen in neun Monaten amortisiert
Bewährungsprobe in der Zementindustrie bestanden
Weingarten, im März 2011. – Nach einem Betrieb von 16 Monaten zieht die Holcim Ltd. eine positive Bilanz: Die zur Förderung von Zement eingesetzte Zellenradschleuse der Coperion GmbH, Weingarten, hat die in sie gesetzten Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern bei weitem übertroffen. Die Schleuse des Typs ZPC 800 ist mit dem gegen abrasive Stoffe äußerst beständigen keramischen Verschleißschutz DuroProtect® 5 ausgestattet. Sie war im Oktober 2009 bei einer Modernisierung des Zementwerks im italienischen Merone anstelle der bisher verwendeten Schneckenpumpe eingebaut worden. Bei einem Förderdruck von 0,7 bis 1 bar speist sie 130 t/h Zement in eine pneumatische Förderanlage ein.
Die verschleißgeschützten DuroProtect® Zellenradschleusen hat das Competence Center Materials Handling von Coperion (vormals Waeschle) für alle Arten von abrasiven Schüttgütern entwickelt. Durch ihren Einsatz erreichte Holcim nach eigenen Angaben außer einer erheblichen Produktivitätssteigerung auch „erstaunliche Einsparungen beim Energieverbrauch und bei der Wartung“, die zu einem Return of Invest in nur neun Monaten führten. Maßgebend dafür waren
· der um über 95 % gesenkte Energiebedarf – die installierte Antriebsleistung beträgt nur noch 5,5 kW statt bisher 200 kW. Alleine daraus ergibt sich eine Betriebskosteneinsparung von über 100.000,- €/Jahr.
· der praktisch vernachlässigbare Wartungsaufwand – selbst Dichtungen oder Lager brauchen nicht getauscht zu werden. Dies ermöglicht eine weitere Einsparung von rund 30.000,- €/Jahr.
Die Erfahrungen mit der Umrüstung fasst Lucas Tamanini, der zuständige Maintenance Engineer von Holcim in Merone, so zusammen: „Die Ergebnisse, die wir mit der verschleißgeschützten Zellenradschleuse erzielt haben, haben uns selbst überrascht. Aufgrund dieser im praktischen Anlagenbetrieb gesammelten positiven Erfahrungen haben wir nun auch die zweite Schleuse bestellt, um in einer weiteren pneumatischen Förderung die Schneckenpumpe zu ersetzen.“
Neben der Schleuse in der Zementförderung betreibt Holcim in Merone seit 2006 noch zwei weitere Schleusen von Coperion für die Beschickung von zwei pneumatischen Fördersystemen für Kohle und Petrolkoks. Auch für diesen Einsatzfall hatte Coperion den passenden DuroProtect®-Verschleißschutz appliziert, so dass die Schleusen auch nach ca. 20.000 Betriebsstunden noch keinen Verschleiß zeigen.
In Förderanlagen für Kohle und andere Brennstoffe bieten die verschleißgeschützten Coperion-Zellenradschleusen einen zusätzlichen Vorteil: Wegen der geringen Umfangsgeschwindigkeit – sie beträgt weniger als 1 m/s – stellt die Schleuse im Gegensatz zur Schneckenpumpe keine potenzielle Zündquelle dar und die Temperatur z. B. von Braunkohle wird nicht erhöht. In einer flammendurchschlagsicheren und verschleißgeschützten Ausführung können die Schleusen eine Doppelfunktion übernehmen, indem sie das Fördergut in das Fördersystem einspeisen und gleichzeitig eine explosionstechnische Trennung zwischen dem Fördersystem und dem vorgelagerten System (z. B. Silos) sicherstellen.
Neben diesen oben beschriebenen Anwendungen, haben sich die verschleißgeschützten DuroProtect® Zellenradschleusen von Coperion in zahlreichen weiteren Einsatzfällen in der Mineralstoffindustrie bewährt.



