Ensinger: Zukunftssicher mit ZSK Mc18 von Coperion

Compoundieren von Hochleistungskunststoffen

Stuttgart, im Oktober 2011. – Die Ensinger GmbH hat bei der Coperion GmbH, Stuttgart, ehemals Werner & Pfleiderer, einen Doppelschneckenextruder der neuen Baureihe ZSK Mc18 bestellt. Der Compounder mit 45 mm Schneckendurchmesser ist mit zwei Seitenbeschickungen ZS-B und einer zweiwelligen Seitenentgasung ZS-EG ausgestattet. Ensinger, spezialisiert auf die Produktion von Compounds, Halbzeugen, Profilen und Fertigteilen aus Hochleistungskunststoffen, wird mit der neuen Anlage an seinem Stammsitz in Nufrigen hochwertige Compounds herstellen, die beispielsweise mit Glas- oder Kohlefasern verstärkt sein können. Als Matrixwerkstoffe werden Kunststoffe wie Polyamid (PA), Polyetheretherketon (PEEK) oder Polyethylenterephthalat (PET) eingesetzt. Der ZSK 45 Mc18 ist als Hochtemperaturextruder ausgeführt. Mit der dabei um ca. 50 % erhöhten Heizleistung lassen sich die insbesondere bei PEEK erforderlichen hohen Prozesstemperaturen von mehr als 350 °C zuverlässig erreichen und exakt einhalten.

Basis für die Entscheidung von Ensinger für den ZSK 45 Mc18 waren die seit vielen Jahren gesammelten positiven Erfahrungen mit mehreren ZSK Compoundierextrudern in ähnlichen Baugrößen. Bei der aktuellen Investition waren die verfahrenstechnischen Vorteile des ZSK Mc18 ausschlaggebend, insbesondere die verbesserte Temperaturführung im Verfahrensteil. Die Kühlkanäle, die den Schneckenkanal in jedem Gehäuse umschließen, verlaufen quer zur Förderrichtung. Dies ergibt eine hohe Kühlleistung und eine sehr homogene Kühlung des Prozessraums. Wie bisher wird jedes Gehäuse separat gekühlt bzw. temperiert; dies ist verfahrenstechnisch besonders vorteilhaft. Heizpatronen erzeugen – im Gegensatz zu außen liegenden Heizschalen – die Wärme direkt im Gehäuse, also exakt dort, wo sie im Prozessraum gebraucht wird. Die verschleißgeschützten Büchsen sind für eine optimierte Wärmeleitung spaltfrei in die Gehäuse eingeschrumpft. Dies macht den Wärmeaustausch zwischen dem Prozessraum und den Gehäusen schneller und effizienter. Bei der ZSK Mc18 Baureihe sind auch die Kombiblockgehäuse zum Anschluss der Seitenbeschickung ZS-B und der zweiwelligen Seitenentgasung ZS-EG mit einer Kühlung versehen, so dass auch in diesen Gehäusen eine optimale Temperaturführung gesichert ist.

Generell zeichnen sich die Doppelschneckenextruder ZSK Mc18 durch eine besonders energiesparende Arbeitsweise aus. Maßgebend dafür sind – neben der verbesserten Temperierung – die geringere spezifische Energieeinleitung in das Produkt durch das höhere Drehmoment und den höheren Durchsatz sowie die neue, bedienerfreundliche Wärmedämmung.

Der Doppelschneckenextruder ZSK 45 Mc18 ist so ausgelegt, dass Ensinger ein sehr breites Spektrum an unterschiedlichen Compounds herstellen und die Maschine flexibel einsetzen kann. Das Unternehmen erhält dadurch die Sicherheit, auch für künftige neue oder geänderte Anforderungen des Markts gerüstet zu sein. Das Verfahrensteil des ZSK 45 Mc18 ist mit zwei Seitenbeschickungen ZS-B und einer zweiwelligen Seitenentgasung ZS-EG ausgestattet. Die Seitenbeschickungen erlauben die Zugabe der Verstärkungs- und Zusatzstoffe an verfahrenstechnisch optimalen Stellen. Für das Einspeisen von voluminösen Produkten mit geringer Schüttdichte, beispielsweise Talkum oder Hohlglaskugeln, ist eine ZS-B mit der zum Patent angemeldeten Feed Enhancement Technology (FET) ausgestattet. Dabei wird die eingeschleppte Luft mit Hilfe eines luftdurchlässigen Segments abgezogen, so dass sich der Durchsatz bis zum Dreifachen steigern lässt. Die ZS-EG stellt mit tief geschnittenen Schnecken auch bei hohen Gasmengen eine wirksame Entgasung sicher und hält durch die Drehrichtung mitgezogenes Produkt im Verfahrensraum zurück.

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04. Oktober 2011

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Gehäuse eines ZSK Mc18
Gehäuse eines ZSK Mc18

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