Getränke & Getränkepulver

Chargenwägung, kontinuierliche Dosierung und schonender Transport besonders empfindlicher Getränkepulvermischungen und Rohstoffe

Bei der Herstellung von Getränkepulvern, Kaffee- und Teemischungen sowie Inhaltsstoffen für Bierspezialitäten kommt es auf eine sorgfältige Rohstoffhandhabung und eine äußerst schonende Förderung der Stoffe an. Es darf auf der Förderstrecke kein Abrieb am Fördergut und keine Entmischung auftreten. Die Spezialanlagen und -ausrüstungen von Coperion K-Tron und Coperion gewährleisten eine präzise und effiziente Förderung von Rohstoffen für eine Vielzahl von Getränkearten.

Egal, ob eine genaue Dosierung von pulverförmigen Softdrink-Konzentraten oder die schonende Förderung von gerösteten Kaffeebohnen, Hopfen, Geschmacksstoffen oder Teemischungen gefordert ist – die Anlagen von Coperion und Coperion K-Tron ermöglichen die flexibelsten und effizientesten Verfahren zur Gewährleistung von Produktintegrität und Prozesssicherheit.

Darüber hinaus eignen sich die ZSK-Doppelschneckenextruder von Coperion bestens für die Herstellung von verkapselten Aromen, die oft in Getränkepulvern und Teemischungen enthalten sind.

Leistungsmerkmale und Vorteile

  • Die hochgenauen Chargenwägesysteme von Coperion K-Tron sind mit der fortschrittlichen digitalen SFT-Wägetechnologie ausgestattet, die eine präzise Dosierung und somit Einsparung von kostenintensiven Inhaltsstoffen ermöglicht.
  • Mit den kompakten, leistungsfähigen und innovativen Anlagendesigns und herausragenden Automatisierungstechnologien von Coperion und Coperion K-Tron können die speziellen Herausforderungen bei Materialverarbeitung und -transport in der Getränkeindustrie effektiv bewältigt werden.
  • Die innovativen Dichtstrom-Fördermethoden von Coperion K-Tron und Coperion gewährleisten eine schonende und effiziente Förderung von empfindlichen Materialien wie Kaffeebohnen, Teeblättern und Hopfen.
  • Für jedes Getränkeprodukt sind hygienegerechte Designs und Designs für kurze Umrüstzeiten lieferbar – Designs, die eine leichte Reinigung sowie den Betrieb der Anlagen ohne großen Aufwand ermöglichen, auch im 3-Schichtbetrieb.
  • Die einzigartige geschlossene Dosierbandwaage von Coperion K-Tron ermöglicht die Zuführung von Getränkepulvern in hohen Raten, wobei anders als bei Schneckendosierern kein Abrieb bei den Inhaltsstoffen und keine Entmischung auftritt.
  • Die Coperion-Komponenten zur Verarbeitung von empfindlichen Materialien, wie Drehschieber und Umlenkvorrichtungen, können problemlos in viele Anlagen zur Getränkeherstellung integriert werden. Diese Komponenten sind besonders vorteilhaft, wenn eine schnelle Reinigung oder die Verarbeitung spezieller Mischungen wie Softdrink-Konzentrate ermöglicht werden soll.

Anwendungsbeispiele

WZK Zweiwegeweiche – produktberührte Oberflächen sind glatt ausgeführt, was diese Komponente besonders reinigungsfreundlich macht

Softdrinks werden in der Regel aus Wasser und einem Aromakonzentrat in Form von Pulver oder Sirup hergestellt, wobei dem Getränk noch Kohlenstoffdioxid zugesetzt wird. Aufgrund der begrenzten Haltbarkeit des Endprodukts tendieren Hersteller dazu, Getränke lokal herzustellen und abzufüllen. Da Konzentrate meistens eine längere Haltbarkeit aufweisen, werden sie zentral hergestellt und an lokale Abfüllbetriebe geliefert. Die Konzentratzusammensetzung kann stark variieren und wird vom jeweiligen Markt, in dem sich der lokale Abfüllbetrieb befindet, bestimmt. Das in diesem Anwendungsbeispiel beschriebene System musste besonders flexibel ausgelegt werden, sodass das Steuersystem eine Vielzahl verschiedener Inhaltsstoffe in unterschiedlichen Mengen handhaben kann. Das Beispiel beschreibt das vollautomatisierte Materialverarbeitungs- und Messsystem, bei dem die verschiedenen Konzentratzusammensetzungen mithilfe einer Gain-in-Weight-Chargendosierung hergestellt werden.

Anwendungsbeispiel herunterladen:

Dosierbandwaage kombiniert mit Vakuumabscheider, Puffertrichter und Aerolock-Zellenradschleuse

Hersteller von Lebensmitteln sind sich heute bewusster denn je, wie wichtig die schonende Förderung und genaue Dosierung von Produkten und Inhaltsstoffen sind. Eine Verbesserung der Genauigkeit um nur 0,25 % bei der Zuführung von Inhaltsstoffen kann langfristig eine Einsparung von Tausenden von Euro bei den Betriebskosten bewirken und noch dazu eine wertvolle Verbesserung der Gesamtproduktqualität bedeuten. Der in diesem Anwendungsbeispiel erwähnte Lebensmittelhersteller wandte sich deshalb auf der Suche nach einem geschlossenen, kompakten und hochgenauen Dosiersystem, das seine Getränkepulvermischungen der Verpackungslinie zuführen sollte, an Coperion K-Tron. Das Anwendungsbeispiel beschreibt den Transfer sowie die genaue Dosierung des Materials direkt in die Verpackungslinie.

Anwendungsbeispiel herunterladen:

Zu den am schnellsten wachsenden Marktsegmenten in der Getränkeindustrie gehören Bierspezialitäten. Bei der Herstellung solcher Getränke müssen Gerste und andere Inhaltsstoffe wie Orangenschalen und Geschmacksstoffe auf schonende Weise direkt zu den Brautanks transportiert werden, um die Struktur der Inhaltsstoffe nicht zu beschädigen und somit den Biergeschmack nicht zu beeinträchtigen. Die von Coperion und Coperion K-Tron für diese Anwendungen angebotenen Anlagen für Großbrauereien sind mit hochleistungsfähigen Multirezeptur-Fördersystemen ausgestattet. Des weiteren sind speziell für kleinere Brauereien ausgelegte Anlagen lieferbar. In Kürze wird ein Anwendungsbeispiel zur Verfügung stehen, in dem die verfügbaren Optionen zur Förderung der Inhaltsstoffe vom LKW oder Rohstoffbehälter direkt in den Brautank beschrieben werden. Um diese Informationen sofort zu erhalten, wenden Sie sich bitte an unsere Vertretung in Ihrer Nähe.

Die Kaffeehersteller verzeichnen ein schnelles Wachstum. Dieses Wachstum erfordert eine Automatisierung der Rohstoffhandhabung in der Verfahrenslinie. Die von Coperion und Coperion K-Tron angebotenen Anlagen ermöglichen Kosteneinsparungen im gesamten Verfahren zur Kaffeeherstellung, einschließlich des Transports des Materials zu den Röstern, Mühlen und Verpackungslinien. Im Herstellungsverfahren werden Spezialkomponenten eingesetzt, die Abrieb von den Bohnen vermeiden und das Aroma der gerösteten Bohnen erhalten. In Kürze wird ein Dokument zur Verfügung stehen, in dem die Anlage zur Kaffeeherstellung ausführlich beschrieben wird. Um diese Informationen sofort zu erhalten, wenden Sie sich bitte an unsere Vertretung in Ihrer Nähe.

Im Abschnitt "Typische Prozessdiagramme" weiter unten finden Sie ein typisches Prozessbeispiel für die Förderung und Einlagerung von Kaffee.

Unsere Produkte

Food-Extruder

Aromaverkapselung für Teemischungen und Getränkepulver

Die ZSK-Extrudermodelle von Coperion liefern überragende Ergebnisse bei der Herstellung von speziellen Aromaprofilen, wie sie beispielsweise für Teemischungen und Getränkepulver verwendet werden. Der Einsatz der effizienten Extrusionstechnologie von Coperion ermöglicht die Verkapselung auch anspruchsvoller Inhaltsstoffe wie Zitronen- und andere Agrumenöle und deren anschliessende Zuführung zum verpackten Endprodukt.

Auf der Seite Aromamischungen finden Sie ausführlichere Informationen zu diesem Verfahren.

Food Extruder
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Dosiergeräte

Differential- oder Gain-in-weight-Dosierung für eine genaue Zuführung von Inhaltsstoffen

Doppelschnecken-Dosierer, Einfachschnecken-Dosierer und Bandwaagen von Coperion K-Tron eigenen sich optimal für die Dosierung und Chargierung von Aromamischungen.

Smart Dosierbandwaagen sind die perfekte Lösung, wenn die Bauhöhe gering ist oder wenn leicht zerbröckelnde Stoffe zugeführt werden sollen, die bei anderen Zuführungsmethoden zerfallen würden. Mit diesen Dosierern werden die gleichen Genauigkeitswerte wie bei Diferential-Schneckendosierern erzielt. Bei schwer zu verarbeitenden Mischungen wie klebrigen Zuckerkonzentraten kann optional eine zweite Wägebrücke mit kontinuierlicher Tarierung eingesetzt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass ein allfälliger Aufbau von Staub oder Schüttgut auf dem Wägeband die Wägegenauigkeit nicht beeinträchtigt.

Volumetrische und gravimetrische Dosiergeräte

Schüttgut-Handling

Das Reinigungsfreundliche Design garantiert eine schnelle Reinigung der Komponenten und kurze Umrüstzeiten

Alle von Coperion und Coperion K-Tron angebotenen Komponenten zum Schüttguthandling, einschließlich Weichen, Zellenradschleusen und Sackentleerstationen, sind für eine schnelle Reinigung und kurze Umrüstzeiten ausgelegt. Dank unserer grossen Erfahrung mit Systemen, welche häufiges Waschen erfordern, sind einzelne Komponenten wie auch unsere kompletten Anlagen besonders reinigungs- und wartungsfreundlich ausgelegt.

Prozessausrüstung
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Anlagen & Systeme

Kundenspezifische Anlagenkonstruktion für eine Vielzahl von schwer zu verarbeitenden Pulvern und Inhaltsstoffen

Jede Anlage wird auf die jeweiligen Anforderungen des Herstellungsverfahrens zugeschnitten. Für einzelne Verfahrensschritte wie den Transport von gerösteten Kaffeebohnen oder die Chargenwägung von Getränkekonzentraten müssen unterschiedliche Anforderungen erfüllt werden. Unser globales Anlagenentwicklerteam entwickelt überragende Systeme mit Rezeptursteuerung, die eine schonende Verarbeitung empfindlichster Inhaltsstoffe und Mischungen ermöglichen.

Anlagen und Systeme
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Service

Exzellenter weltweiter Kundendienst

Unsere kompetenten Kundendienstmitarbeiter verfügen über ein umfangreiches Wissen über hygienegerechte Anlagen zur Verarbeitung von Getränken und Getränkepulvern und unterstützen Sie gerne – rund um die Uhr.

Service

Häufig gestellte Fragen

Welche Dosiermethode ist besser für die Chargierung von Inhaltsstoffen geeignet – Gain-in-weight- (GIW) oder Differential-Dosierung?

In Chargierungsanlagen können sowohl GIW- als auch Differential-Dosierer eingesetzt werden, wobei mit Differential-Dosierern eine höhere Genauigkeit bei der Dosierung von Inhaltsstoffen erzielt werden kann.

Der Differential-Dosierer hängt an hochgenauen Wägezellen oder steht auf den Wägezellen und führt das Pulver einem Behälter zu. Die Zuführungsrate hängt vom gemessenen Dosierer-Gewichtsverlust ab. Der Gewichtssensor des Differential-Dosierers ermöglicht hochgenaue und schnelle Messungen des Gewichtverlustes des Pulvers im Dosierertrichter. In Abbildung A ist die Anwendung eines Differential-Dosierers mit zwei Dosierern dargestellt. Die Dosierer führen einem Behälter gleichzeitig die Inhaltsstoffe zu.

Das GIW-Dosiersystem umfasst einen oder mehrere volumetrische Dosierer, die sich über einem Trichter befinden. Der Trichter hängt an Wägezellen oder steht auf einer Bodenwaage. Die volumetrischen Dosierer können aus Trichtern mit Drehschiebern, Schneckendosierern oder anderen mechanischen Fördervorrichtungen bestehen. Ein volumetrischer Dosierer gibt sequenziell Pulver mit einer Rate ab, die von der gemessenen Zunahme des Gewichts des gesamten Trichters und dessen Inhalt abhängt. In Abbildung B wird eine GIW-Chargierungsanwendung dargestellt. Bei dieser Anwendung geben zwei volumetrische Dosierer Inhaltsstoffe sequenziell in einen unterhalb angebrachten Trichter.

Welcher Dosierertyp für Ihre Chargierungsanwendung am besten geeignet ist, hängt von folgenden Faktoren ab: der Chargengesamtgröße, der Anzahl der Inhaltsstoffe in der Charge, der angestrebten Chargierungszeit, den Strömungseigenschaften der Inhaltsstoffe und den Anforderungen an die Genauigkeit.

Je kostenintensiver die Inhaltsstoffe in einer Charge sind, desto wichtiger ist die Dosiergenauigkeit und desto vorteilhafter ist ein Differential-Dosierer. Zu den kostenintensiven Inhaltsstoffen gehören beispielsweise Probiotika, Vitamine und bestimmte Aromastoffe.

Im Folgenden werden die Gründe dafür erläutert: Die meisten Wägezellen und Bodenwaagen weisen zu lange Reaktionszeiten auf oder sind zu ungenau, um das zusätzliche Gewicht von kleinen Pulvermengen relativ zum weitaus höheren Gesamtgewicht des aufnehmenden Behälters (z. B. Trichter, Reaktor oder Mischer) und dessen Inhaltsstoffe zu messen. Die erwartete Chargierungsgenauigkeit von GIW-Systemen liegt typischerweise bei +/- 0,5 % vom Messbereich. Dagegen kann mit Differential-Dosierwaagen eine Chargierungsgenauigkeit von +/- 0,1 % vom Chargensollwert erzielt werden. Mit Differential-Dosierwaagen kann eine höhere Genauigkeit erzielt werden, da bei diesem Dosierwaagentyp nur das Gewicht der zugeführten Inhaltsstoffe gemessen wird, und nicht das viel höhere Gewicht des aufnehmenden Behälters und dessen Inhaltsstoffe. Weiterhin verfügen die schnellen Wägezellen von Differential-Dosierwaagen über eine sehr hohe Auflösung (typisch 1:4.000.000 in 80 ms).

Eine Differential-Dosierwaage kann auch das Chargierungsverfahren beschleunigen. Wenn mit einem GIW-System mehrere Inhaltsstoffe verarbeitet werden sollen, ist ein volumetrischer Dosierer pro Inhaltsstoff erforderlich, und die Dosierer müssen die Stoffe nacheinander dem Behälter zuführen, da der Behälter nach jeder Zuführung eines Stoffes gewogen werden muss. Im Gegensatz dazu können mehrere Differential-Dosierwaagen ihre Inhaltsstoffe gleichzeitig dem Behälter zuführen, da jeder Stoff bei der Dosierung gewogen wird. Dadurch kann die Gesamtchargierungszeit wesentlich verringert werden.

Der Einsatz von mehreren Differential-Dosierwaagen für die Inhaltsstoffe einer Charge kann jedoch kostenintensiv sein. Eine kostensparende Option kann eine Anlage sein, in der GIW- und Differential-Dosierer kombiniert werden. Mit dem GIW-Dosierer könnten die kostengünstigeren Hauptbestandteile, bei denen niedrigere Anforderungen an die Genauigkeit bestehen, verarbeitet werden. Mit den Differential-Dosierern könnten die hochwertigen Inhaltsstoffe, bei denen höhere Anforderungen an die Genauigkeit bestehen, verarbeitet werden. Oder Differential-Dosierer könnten eingesetzt werden, um große Mengen von Inhaltsstoffen zuzuführen, um die Gesamtchargierungszeit zu verkürzen.

Vergleich von GWB- und LWB-Prinzip

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Smart Weigh Belt (SWB) Dosierbandwaage von Coperion K-Tron

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Dichtstrom-Förderung von Kaffeebohnen

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