Milchprodukte & Nahrungsergänzungen

Dosierer in hygienegerechter Ausführung, Komponenten und Fördersysteme für hygienische Anwendungen

Die Produktion von trockenem Milchpulver und Säuglingsnahrung stellt extrem hohe Anforderungen an den Hygienestandard einer Anlage und verlangt höchste Präzision bei der Zugabe von Zutaten zur Mischung. Das eingesetzte System muss so vielseitig sein, dass eine breite Palette von schwerfließenden und temperaturempfindlichen Substanzen verarbeitet werden kann, einschließlich Vitamine, Nahrungsmittelzusatzstoffe oder sogar Probiotika. Weiter muss das System, abhängig von Prozessart und Anlagenumfeld, gut zu reinigen sein, sei es mittels Nass- oder Trockenreinigung. Die hygienegerechten Konstruktionen von Coperion und Coperion K-Tron lassen sich einfach an diese Anforderungen anpassen.

Typische Produkte und Zutaten sind: Milchpulver, Molkepulver, Laktose, Kasein, Käsepulver, Säuglingsfertignahrung, Maltodextrin, Probiotika, Vitamine, Babynahrung.

Vorteile

  • Globale Systems Engineering Gruppe mit umfangreicher Anwendungserfahrung mit Milchpulver-Verarbeitungslinien, die ein optimales Design mit Fokus auf Produktsicherheit, schnelle Produktwechsel und gesteigerte Effizienz garantiert.
  • Ausführung entsprechend den höchsten Hygienestandards gemäß geltenden Richtlinien und Vorschriften.
  • Innovative, maßgeschneiderte Zellenradschleusen und Weichen von Coperion garantieren langfristig einen zuverlässigen und sicheren Betrieb.
  • Geräte- und Systemausführungen in Übereinstimmung mit einer Vielzahl regulatorischer Vorschriften.
  • Coperion ist ein aktives Mitglied der European Hygienic Engineering and Design Group (EHEDG), weshalb die neusten Entwicklungen und Richtlinien direkt in das Design all unserer Komponenten einfließen.
  • Die Coperion K-Tron Dosiererfamilie arbeitet mit höchstmöglicher Genauigkeit, was vor allem bei der Dosierung von teuren Inhaltsstoffen wie Vitaminen und Probiotika zum Tragen kommt.
  • Unsere große Fachkompetenz im Bereich Materialhandling erstreckt sich auch auf schwerfließende Pulver, wie sie in der Milchpulverindustrie verwendet werden, zum Beispiel Laktose und Maltodextrin.

Anwendungsbeispiele

Coperion K-Tron Dosierer über einem Mischer in einer Anwendung für die Herstellung von Säuglingsnahrung

Dosierung und Materialhandling bei der Herstellung von Säuglingsnahrung

Dieses Anwendungsbeispiel beschreibt die erhältlichen Prozesslösungen für Dosierung und Materialhandling bei der Herstellung von Säuglingsnahrung und Milchpulver. Der Trocken- wie auch der Flüssig-Mischprozess inklusive Sprühtrocknung werden beschrieben, einschließlich spezifischer Optionen für ein möglichst effizientes Prozessdesign und die optimal geeigneten Geräte. Weiter informiert das Beispiel im Detail über Nass- und Trockenreinigung bei diesen Prozessarten.

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Verarbeitung von Eiscreme-zutaten

Die Eiscreme-Industrie ist äußerst anfällig für Kostenschwankungen beim Zusatz wertsteigernder Zutaten und reagiert empfindlich auf Veränderungen der Produktqualität, die durch den prozentualen Anteil dieser Zusatzstoffe in der Mischung verursacht werden. Die der halbgefrorenen Eiscreme-Grundmischung hinzugefügten Bestandteile werden in der Regel als "Zutaten" bezeichnet. Zutaten können aus vielerlei Varianten bestehen - von Marshmallows über Schokoladenraspel bis hin zu Kokosflocken. Durch die genaue Überwachung des prozentualen Anteils dieser hochwertigen Zutaten an der Mischung hat der Hersteller die Kosten im Griff, erzielt Einsparungen und stellt eine kontinuierliche Produktqualität sicher.

Dieses Anwendungsbeispiel beschreibt das Equipment, das für eine Anwendung mit diesen hygienischen Vorgaben eingesetzt wird.

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Verarbeitung von Probiotika

In den letzten 10 Jahren hat die Verwendung von Probiotika stetig zugenommen und dies vorwiegend bei Molkereiprodukten wie Joghurts und Joghurtgetränken. Seit Kurzem werden Probiotika in pulverisierter, mikroverkapselter Form auch anderen Nahrungsmitteln wie Säuglingsnahrung, Müsliriegeln, Frühstückscerealien, Snacks, Trockenfutter für Tiere und sogar Schokolade beigegeben. Aus dem Nahrungsmittel- und Tierfutter-Markt sind diese längst nicht mehr wegzudenken. Die zunehmende Tendenz, die sich beim Einsatz von Probiotika beobachten lässt, kann auf die starke Präsenz in den Medien zurückgeführt werden, wo immer wieder betont wird, wie wichtig eine gesunde Darmflora zur Gewichtsreduktion bei Adipositas, zur Vorbeugung von Krebs oder allgemein zur Stärkung des Immunsystems ist.

Da probiotische Organismen von Natur aus sehr empfindlich sind, bedarf es bei der Zufuhr von Probiotika in die Lebensmittelverarbeitung oder in die einzelnen Stufen des Verpackungsprozesses besonderer Aufmerksamkeit. Um sicherzustellen, dass die Lebensfähigkeit und Wirksamkeit von Probiotika nicht beeinträchtigt wird, müssen diese auf allen Stufen der Lebensmittelverarbeitung sorgfältig gehandhabt werden. Coperion K‑Tron Differential-Dosierwaagen und Vakuumfördersysteme mit hohen hygienischen Standards werden sowohl bei der präzisen Zufuhr von probiotischen Pulvern in kontinuierlich arbeitende Mischer sowie für den geschlossenen Transport und die Differential-Chargendosierung zum endgültigen Verpackungsbehälter verwendet.

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sprühtrocknung von Milchpulver

Beim Flüssig-Misch-/Sprühtrocknungsprozess werden Inhaltsstoffe in großen Chargen mit Wasser gemischt und dann für die Pasteurisierung zu einem Wärmetauscher gepumpt. Der Pasteurisierungsschritt stellt sicher, dass allfällige schädliche Materialien in der Charge zerstört werden. Dieser Schritt hat auch den Vorteil, dass die Inhaltsstoffe gleichmäßig verteilt werden.

Nach der Pasteurisierung wird die Flüssigkeit homogenisiert und das Produkt eventuell in einem Verdampfer eingedickt oder direkt zum Sprühtrockner befördert. Wie im Flussdiagramm dargestellt, wird das Produkt anschließend im Sprühtrockner zerstäubt. Während im Trockner Produkttröpfchen formiert werden, verdampft das Wasser und das trockene Pulver setzt sich unten im Sprühtrockner ab, von wo es durch eine Coperion Zellenradschleuse in Hygieneausführung in ein Fließbett ausgetragen wird. Dort wird das Produkt normalerweise weiter getrocknet und abgekühlt. Die Abluft aus der Sprühtrocknerkammer enthält immer noch feine Produktreste (Feingut), welche normalerweise in Zyklone und Filter nach dem Sprühtrockner geleitet und abgeschieden werden. Dort wird das Feingut über Coperion Zellenradschleusen ausgetragen und kann entweder zum Fließbett oder für die Agglomeration zurück zum oberen Ende des Sprühtrockners pneumatisch gefördert werden. Der entsprechende Förderweg wird durch die Coperion WYK Weiche gewählt. Nach dem Fließbett passiert das fertige Pulver ein Sieb und wird dann pneumatisch zu Lagersilos oder Verpackungslinien gefördert, wo es in Beutel oder Dosen abgefüllt wird.

Fördern und Dosieren von Laktose

Laktose stellt oft ein Problem dar, wenn sie in einem Fördersystem mit Zellenradschleusen transferiert wird. Typischerweise verklebt das Laktosepulver die Zellenradschleusen, indem sich Laktoseschichten oder gar verfestigte Platten am Rotor und an der Gehäuseinnenseite anlagern. Diese extrem problematischen Ablagerungen an den Kammern lassen die Zellenradschleuse erst quietschen und schliesslich blockieren. Die speziell für diese Anwendung und diese Problemstellung ausgelegten Zellenradschleusen von Coperion verhindern die Produktanlagerung und das resultierende Quietschen.

Umfassendes Lieferprogramm

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Dosiergeräte

Unübertroffene Wägetechnologie für die hochgenaue Ingredienzenzugabe

Die Coperion K-Tron Dosierer arbeiten hochgenau in kontinuierlichen wie auch in Chargenmischprozessen, sogar bei so kleinen Dosierleistungen wie 50 g/h! Abhängig von der benötigten Dosiergenauigkeit, sind sie für die Funktion nach dem Prinzip der Gewichtsabnahme (Loss-in-Weight) oder der Gewichtszunahme (Gain-in-Weight) erhältlich. Hochwertige und somit teure Zutaten, wie zum Beispiel Probiotika, können der Formulierung in Übereinstimmung mit der Rezeptur sicher und äußerst präzise zugegeben werden. Der Einsatz von separaten Dosierern für jede einzelne Komponente ermöglicht eine sichere und effiziente Zugabe in automatisierten Mischprozessen.

Dosiergeräte
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Materialhandling

Komponenten für sicheren und effizienten Transfer in hygienischen Anwendungen

Ob für Trockenmisch- oder Sprühtrocknungsprozesse - Komponenten von Coperion, wie zum Beispiel Zellenradschleusen und Weichen, erfüllen die strengsten Hygieneanforderungen. Die Komponenten sind in EHEDG- und USDA-zertifizierten Ausführungen erhältlich und verrichten dauerhaft zuverlässig ihre Arbeit im Milchpulver-Herstellungsprozess. Coperion bietet spezielle Komponenten an, welche im Prozess gereinigt werden können, ohne ausgebaut zu werden. So wird auch das Risiko einer externen Kontamination im Prozess verringert. Coperion Zellenradschleusen mit hygienegerechtem Design sind so konstruiert, dass der Rotor während der CIP-Reinigung im Gehäuse verbleiben kann und die Reinigungsflüssigkeit durch dessen Rotation aus der Schleuse ausgetragen wird. Ein spaltfreies Design mit speziellen CIP-Dichtungen an Ein- und Auslauf sowie an den Gehäusedeckeln stellt sicher, dass sich weder Produkt- noch Flüssigkeitsrückstände bilden können. Tests bei autorisierten Institutionen (EHEDG) haben bewiesen, dass die Komponenten rückstandsfrei gereinigt werden.

Prozessausrüstung

Anlagen und Systeme

Materialtransfersysteme für Anwendungen mit hohen hygienischen Anforderungen

Bei der Herstellung von Milchpulver und Säuglingsnahrung werden in Nass- und Trockenmischprozessen pneumatische Förder- und Materialhandlingssysteme sowie Komponenten von Coperion und Coperion K-Tron für den Materialtransfer eingesetzt. Einerseits, um die Rohzutaten vor dem Mischen zu befördern, andererseits auch, um das fertig gemischte oder sprühgetrocknete Produkt an die Verpackungslinie zu bringen. Die Coperion K-Tron Fördersysteme umfassen Druck- und Vakuumfördermethoden mit Dünn- oder Dichtstromförderung. Sie erfüllen strengste Hygienestandards und beinhalten Optionen für die Nass- oder Trockenreinigung.

Anlagen und Systeme
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Service

Hervorragender Service weltweit

Unser weltweit rund um die Uhr verfügbares Servicepersonal hat das nötige Prozess- und Anlagenwissen für solch spezielle Anwendungen und kann Sie bei Bedarf bei Ihrem Milchpulver-Herstellungsprozess unterstützen.

Service

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet der Unterschied zwischen Clean-Out-of-Place (COP) und Clean-In-Place (CIP) bei Zellenradschleusen und Weichen?

Die extrem strengen Hygiene- und Reinheitsanforderungen spielen bei der Verarbeitung von Milchpulver eine sehr große Rolle. Oft sind regelmäßige Inspektionen der Produktionssysteme unerlässlich, um die ständig steigenden Anforderungen der Milchpulver- und Säuglingsnahrungsindustrien erfüllen zu können. Handelt es sich um ein verderbliches Produkt oder wenn Produkte häufig wechseln, wird die Nassreinigung empfohlen. Milchpulver und Babynahrung sind typische Beispiele für Produkte, bei denen die Trockenreinigung oft nicht mehr genügt. Das Innere von Trichtern, Förderrohren und Schüttgutkomponenten wird gemäß einem festgelegten Prozedere mit Reinigungsmitteln wie schwacher Säure oder Lauge und Wasser gereinigt. Deshalb muss die gesamte Prozessausrüstung gegenüber den betreffenden Reinigungsmitteln resistent sein.

In der Industrie werden zwei verschiedene Reinigungsmethoden angewendet:

  • Clean-Out-of-Place (COP; Reinigung nach Ausbau)
  • Clean-in-Place (CIP; Reinigung vor Ort)

In unserer technischen Beschreibung "Wet Cleaning of Rotary and Diverter Valves" erfahren Sie mehr über die beiden Reinigungsmethoden und darüber, wie die Konstruktion einer Komponente der jeweils gewünschten Reinigungsmethode angepasst ist. Sie beschreibt detailliert die reinigungsabhängigen Konstruktionsmerkmale von Zellenradschleusen und Weichen.

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Die 3D-Animation zeigt die Coperion ZRD Zellenradschleuse mit Hygienedesign. Die Zellenradschleuse ist ausgelegt für Anwendungen mit strengen Hygieneanforderungen und bei denen eine Kontamination verhindert werden muss. Zum Beispiel Anwendungen in der Pharma-, Lebensmittel- oder chemischen Industrie.

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