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ActiFlow Schüttgut-Fließhilfe

ActiFlow ist ein Gerät ohne produktberührende Teile, das zuverlässig die Brückenbildung von schwerfließenden Materialien in Differentialdosiereren verhindert

Eine klebrige Angelegenheit

Viele Schüttgüter, insbesondere feine Pulver, haben kohäsive Eigenschaften und fließen während des Dosiervorgangs nicht gleichmäßig aus dem Trichter nach. Solche schwierigen Fließeigenschaften können zur Bildung von Kaminen oder sogar Materialbrücken führen, was die präzise Zufuhr zum Prozess erschwert. Ein Kamin (auch Kernfluss, Rattenloch) ist ein vertikaler Tunnel im Schüttgut, der von der Oberfläche des Materialvorrats im Trichter bis ganz unten zum Austragsorgan des Dosierers verläuft. Obwohl noch Material durch den Kamin fließen kann, ist die Leistung des Dosierers stark reduziert und es kann sich Schüttgut im Trichter ablagern. Materialbrücken behindern den Schüttgutfluss in ähnlicher Weise. Weil Brücken aber nicht einmal den vertikalen Tunnel eines Materialkamins aufweisen, ist der Materialfluss oft komplett blockiert. Um die Bildung von Kaminen und Materialbrücken im Trichter zu verhindern, können Vertikalrührer eingesetzt werden. Obwohl dies eine zuverlässige Lösung ist, benötigt sie doch zusätzlichen Kopfraum über dem Dosierer und die Reinigung ist umständlich, arbeits- und zeitaufwändig.

Alles bleibt im Fluss

Das ActiFlowTM-System umgeht die Nachteile eines Vertikalrührers. Das intelligente ActiFlow-Gerät überträgt sanfte Vibrationen auf die Trichterwand und aktiviert so das enthaltene Schüttgut sorgfältig mit der optimalen Amplitude und Frequenz. Das ActiFlow-Steuermodul kommuniziert laufend mit der KCM Dosierersteuerung, um einen optimalen Materialfluss im Trichter zu gewährleisten und eine sehr hohe Dosiergenauigkeit einzuhalten. Die Filteralgorhythmen in den Lastzellen oder der Plattformwaage filtern wirksam Vibrationen heraus, was zu jedem Zeitpunkt ein sehr genaues Gewichtssignal gewährleistet, sogar während der maximalen Aktivierung durch das ActiFlow-Gerät. ActiFlow eliminiert Probleme mit zusätzlicher Bauhöhe, reduziert Standzeiten und Arbeitsaufwand für Reinigung und Produktwechsel und reduziert somit auch die Gesamtproduktionskosten.

Die Technologie hinter ActiFlow

ActiFlow Funktionsprinzip

ActiFlow macht den Einsatz von traditionellen Vertikalrührern oder Flexwand-Aktivierung bei Differentialdosierern überflüssig. In Zusammenarbeit mit der Dosierersteuerung und dem digitalen Wägesystem stellt es über das Gewicht eine allfällige Veränderung im Materialfluss fest, noch bevor diese zum Problem wird. Erkennt die ActiFlow-Steuerung ein potentielles Problem im Materialfluss, wird der Trichter kontrolliert vibriert, bis das Schüttgut effizient fließt, ohne die Dosierleistung zu beeinträchtigen. Zusätzlich verhindert es eine Verdichtung des Schüttguts, weil nur das erforderliche Maß an Vibration angewendet wird, um den gleichmäßigen Fluss des Schüttguts auszulösen.

ActiFlow kann mit allen modularen Coperion K-Tron Differentialdosierern eingesetzt werden, die mit einem Coperion K-Tron Steuermodul (KCM) ausgestattet sind, sowie mit asymmetrischen 4D und 6D Standardtrichtern mit bis zu 180 dm3 (6.4 ft3) Fassungsvermögen.

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Merkmale und Vorteile

  • Sanfte und wirkungsvolle Aktivierung des Schüttguts
  • Keine unnötige Verdichtung des Schüttguts
  • Ermöglicht eine hohe Dosiergenauigkeit auch für Materialien mit sehr schlechten Fließeigenschaften
  • Kein direkter Kontakt mit dem Schüttgut, deshalb weniger Reinigungsaufwand und schnellere Produktwechsel
  • Keine Vergrößerung der Bauhöhe, kein zusätzlicher Kopfraum nötig
  • Optional in hygienegerechter Ausführung erhältlich für Pharma- oder Food-Anwendungen
  • Optional mit Edelstahlgehäuse für die ActiFlow-Steuereinheit erhältlich 

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Funktionsprinzip von ActiFlow

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Doppelschneckendosierer mit Actiflow (Englisch)

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