Transport & Handling von Zutaten

Eine hochmoderne Materialfördertechnik mit einer breiten Auswahl an pneumatischen Fördermethoden gewährleistet die optimale Überführung von Zutaten

Die Systemingenieure bei Coperion und Coperion K-Tron unterstützen Sie bei der Entwicklung des optimalen Systems zum Transfer von Komponenten wie z.B. Mehl, Stärke oder Zucker aus Eisenbahnwaggons, LKWs oder Schüttgutsäcken direkt in den Prozess. Für die Dünn- oder Dichtstromförderung stehen pneumatische Fördersysteme in Druck- oder Vakuumausführung zur Verfügung, wobei jeweils die für den Prozess effizienteste und sicherste Fördermethode gewählt wird. Entfeuchtungssysteme für eine feuchtigkeitsfreie Förderung ermöglichen den Transport selbst schwierigster Materialien, während Inline-Siebung und Metallabscheidung für sichere Prozesse sorgen.

Typische Materialien umfassen: Kräuter, Gewürze, Gewürzmischungen, Stärken, Backzutaten, Mehl, Maismehl, Zucker, Salz, Kaffeebohnen und Kaffeepulver, Malz und Hopfen, Reis, Tee, Tabak, Sojabohnen, Nüsse, Milchpulver, Molkenpulver, Kartoffelpulver, Käsepulver, Säuglingsnahrung, Laktose, Casein, Tiernahrung, Snacks, Popcorn, Softdrinkkonzentrat, Paniermehl, Kakaobohnen und -pulver.

Merkmale & Vorteile

  • Hochpräzise Materialhandlingsysteme, Dosierer und Komponenten - erhältlich auch für höchste Hygienestandards und somit besonders wartungs- und reinigungsfreundlich
  • Ein einziger Anbieter für Komponenten und Komplettsysteme, die alle Prozessschritte umfassen
  • Bestens ausgestattete Testlabors rund um den Globus unterstützen die Entwicklung von Lösungen für das Handling auch extrem schlecht fließender Zutaten
  • Unsere weltweit renommierten Technologien für alle Phasen des Zutatentransfers in der Nahrungsmittel- und Tierfutterindustrie sind das Ergebnis unserer international tätigen Forschungs- und Entwicklungsteams
  • Verschiedene Fördertechniken und eine Vielzahl von Optionen, um die kostengünstigsten und sichersten Prozesse zu gewährleisten, die individuell auf die jeweilige Anwendung zugeschnitten sind
  • Ausgereifte und innovative Gesamtlösungen, die die Anforderungen verschiedenster Vorschriften und Normen erfüllen
  • Je nach Kundenbedürfnissen und Prozessanforderungen stehen Automatisierungsoptionen für die HACCP-Analyse sowie komplette mechanische und operative FAT- und SAT-Protokolle zur Verfügung

Typische Förderanwendungen

Coperion und Coperion K-Tron integrieren eine Vielzahl von Prozessschritten in ihre vollautomatischen Anlagen. Dazu zählen Mischen, Sieben und selbst Extrudieren unter Einsatz der hocheffizienten Coperion-Extruder. Alle Steuerungssysteme werden den Kundenanforderungen exakt angepasst und bieten durch ihre Vielzahl an Optionen, wie z.B. Dosierung, Barcode-Erfassung/Aufzeichnung, Rezeptursteuerung und Reinigungssequenzierung, eine höchstmögliche Prozesseffizienz. Konstruktionen in Lebensmittelqualität sind je nach Art der erforderlichen Reinigung und des zu fördernden Materials in vielen verschiedenen Optionen erhältlich. Für explosionsgefährdete Umgebungen bieten wir unsere Anlagen auch in Sonderausführungen gemäß den ATEX- und NEC-Richtlinien an.

Typische Förderanwendungen umfassen:

  • Entladen von Hauptkomponenten wie Mehl, Salz, Maismehl, Zucker, Gluten, usw. aus Schüttgutsäcken, Eisenbahnwaggons und Silos
  • Dichtstromförderung vorgemischter Materialien zu Extrudern oder Verpackungslinien
  • Vakuum- oder druckbasierte Dünnstromförderung von Mikro-, Neben- und Hauptkomponenten
  • Nachfüllen von Differentialdosierern und volumetrischen Dosierern für kontinuierliche Prozesse
  • Behutsame Förderung empfindlicher Materialien wie z.B. Popcorn, Pasta, Süßigkeiten und Kaffeebohnen
  • Multi-Material-Förderung und Chargenwägung
  • Kombinierte volumetrische Dosierung und pneumatische Förderung bei beengten Platzverhältnissen

Anwendungsbeispiele

P100 Saugwaage mit KT20 Dosierwaage

Die meisten Lebensmittel, ganz gleich ob im kontinuierlichen oder Chargenverfahren hergestellt, setzen sich aus einer genau definierten Mischung mehrerer Haupt- und Nebenkomponenten zusammen. Bevor ein erster Mischvorgang stattfinden kann, müssen die Rohmaterialien in der Regel von entfernt liegenden Lagern an die Prozesslinie gefördert und genau verwogen werden. Dieses Anwendungsbeispiel beschreibt den Einsatz von Saugwaagen zur kombinierten Förderung und Verwiegung von Hauptkomponenten in der Lebensmittelherstellung.

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Viele Prozesse in der Lebensmittelherstellung erfordern im Allgemeinen den Transport verschiedener Zutaten zu Mischern und/oder Extrudern. Je nach Prozentsatz des jeweiligen Mischungsbestandteils wird meist zwischen Haupt-, Neben- und Mikrokomponenten unterschieden. In vielen Fällen ist das Transportieren und Abwiegen dieser Komponenten ein manueller und mühsamer Vorgang. Das Anwendungsbeispiel beschreibt die Lösungen, die Coperion K-Tron einem Hersteller von Knabbergebäck für die Umstellung seiner manuellen Transport- und Wägevorgänge auf einen wesentlich effizienteren automatisierten Prozess zur Verfügung gestellt hat.

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Gain-in-Weight-Chargendosierstation für eine Bäckerei in Indonesien

Die Herstellung von Lebensmittelprodukten, die aus einer Zutatenmischung bestehen, beinhaltet in der Regel Zwischenschritte, in denen die einzelnen Zutaten abhängig von Ihrem Gewichtsanteil chargiert werden. Das Anwendungsbeispiel beschreibt die verschiedenen Verfahren, die zur automatisierten Förderung und Verwiegung von Komponenten verfügbar sind. Dies beinhaltet sowohl vakuum- und druckbasierte pneumatische Fördermethoden, als auch die Chargierung mittels Geräten, die nach der Gain-in-Weight- (GIW) oder Loss-in-Weight- (LIW, Differentialwägung) Wägemethode arbeiten, um die einzelnen Rohbestandteile exakt und effizient dem Prozess zuzuführen.

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Differentialdosierer dosieren Gewürze in einen kontinuierlichen Mischer

In der Nahrungsmittel- und Tierfutterindustrie werden zur Mischung von trockenen, pulverförmigen Zutaten, wie etwa Additive, Geschmackstoffe, Makrozutaten, Körner oder Cerealien, oft kontinuierliche Mischprozesse eingesetzt. Das Anwendungsbeispiel zeigt den Einsatz von Coperion K-Tron Differentialdosierern in einem kontinuierlichen Mischprozess und erläutert die Anforderungen an eine effiziente Nachfüllung in einem solchen kontinuierlichen Prozess.

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Unsere Produkte

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Dosiergeräte

Dosierbandwaagen und Schneckendosierer zum effizienten Dosieren und Verwiegen von Zutaten

Die hervorragende Genauigkeit der Coperion K-Tron Wägetechnik bietet in Kombination mit den hochinnovativen Dosierbandwaagen oder den Einfach- und Doppelschnecken-Dosierern eine hochpräzise Wägung in der Zutatenzuführung. Unsere kombinierten Dosier- und Fördergeräte sorgen auch in Situationen mit eingeschränkter Bauhöhe für eine gleichmässige Dosierung. Unsere Dosierbandwaagen eignen sich ideal für das kontinuierliche Verwiegen von Produkten wie Studentenfutter, die anschliessend direkt an die Verpackungslinie transportiert werden.

Dosiergeräte
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Schüttgut-Handling

Für eine einfache Reinigung, schnelle Produktwechsel und hohe Betriebssicherheit ausgelegte Komponenten

Coperion und Coperion K-Tron Komponenten für die Materialförderung sind für eine Vielzahl von Nahrungsmittelanwendungen konzipiert, einschließlich solcher, die den Anforderungen der allerneusten Hygiene- und Reinheitsstandards gerecht werden müssen. Ob Sie für Ihr Silo eine leicht zugängliche Behälterentlüftung benötigen oder eine Zellenradschleuse in CIP-Ausführung erforderlich ist – unsere Projektingenieure können Ihnen eine Vielzahl von Optionen anbieten, die perfekt auf den Prozess und die Anwendung abgestimmt sind.

Prozessausrüstung
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Anlagen & Systeme

Bewährte, innovative Lösungen für die pneumatische Förderung und den Materialtransport

Coperion und Coperion K-Tron bieten eine Vielzahl von Systemen und Verfahren für die Förderung von schwer transportierbaren Lebensmittelzutaten:

  • Kontinuierliche Druck- und Vakuumsysteme
  • Dünn- oder Dichtstromförderung
  • Chargenwägung und -messung

Systeme können so konzipiert werden, dass eine einzelne Zutat an mehrere Ziele oder mehrere Zutaten an ein einziges Ziel geliefert werden. Unsere Systeme umfassen unsere Spezialabscheider für Förderanwendungen sowie Komponenten in verschiedenen Ausführungen – von Kohlenstoffstahl bis hin zu Konstruktionen aus poliertem Edelstahl, die für WIP- oder CIP-Prozesse geeignet sind.

Anlagen und Systeme
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Service

Überragender weltweiter Kundendienst

Unsere qualifizierten Kundendiensttechniker verfügen über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen im Materialtransport und Prozessdesign, wie sie für diese speziellen Hygieneanwendungen benötigt werden. Sie stehen Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung, um Sie bei den Transfer- und Handlingsaufgaben für die Zutaten in Ihrem Herstellprozess zu unterstützen.

Service

Häufig gestellte Fragen

Welche Methode ist zur Förderung von Lebensmittelzutaten am besten geeignet: Die Dünn- oder Dichtstromförderung? Druck- oder vakuumbasiert?

Anlagen zur Lebensmittelherstellung umfassen meist mehrere verschiedene pneumatische Fördersysteme. Welche Transportart für Rohstoffe oder Endprodukte eingesetzt wird, hängt von vielen Prozessparametern ab, etwa den Materialeigenschaften, der Förderstrecke, der erforderlichen Förderrate, der Bröckeligkeit des jeweiligen Produkts und/oder der Anfälligkeit für Entmischung. Werden Rohstoffe von auswärts angeliefert, kann die Art des Behälters, in dem die jeweilige Zutat in Empfang genommen wird, eine wichtige Rolle spielen. Hauptkomponenten wie Mehl, Getreide, Stärke und Zucker beispielsweise werden oft in Lkws oder Eisenbahnwaggons angeliefert und vor dem Gebrauch dann in Silos gelagert. Lkws oder Eisenbahnwaggons mit Differenzdrucksystem verwenden Überdruck zum Entladen von Material, während bei anderen Arten der Anlieferung zu den Misch-/Dosierschritten Über- oder Unterdruck eingesetzt werden kann. Bei der Auswahl des Förderverfahrens ist es daher wichtig, die entsprechenden Prozessparameter eingehend zu überprüfen, da durch unterschiedliche Optionen Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen möglich sind.

Überdrucksysteme (siehe Abbildung unten) kommen meist dann zum Einsatz, wenn Schüttgüter von einer Einzelquelle zu einem oder mehreren Zielen transportiert werden sollen. Dabei wird über ein Drehkolbengebläse Luft in stromabwärts gelegene Materialeinlaufstellen geblasen. An diesen Einlaufstellen wird dann jedes der Produkte über ein als Schleuse dienendes Drehklappenventil, das die Druckdifferenz zwischen der Umgebungs- und der Förderstreckenatmosphäre aufrechterhält, in die Förderstrecke dosiert. Das durch die Förderstrecke geblasene Material-/Luftgemisch tritt an einer oder mehreren Gebrauchsstellen aus, wo das Material über einen Filter- oder Zyklonabscheider wieder von der Luft getrennt oder das gesamte Gemisch direkt in Prozessbehälter geleitet wird. Überdruck-Fördersysteme werden typischerweise dann verwendet, wenn ein Produkt über lange Strecken und mit hohen Durchsätzen transportiert werden muss. Anwendungen, bei denen eine Überdruckförderung zum Einsatz kommt, umfassen häufig das Be- und Entladen großvolumiger Behälter, wie z. B. Silos, Eisenbahnwaggons, Lkws und Schüttgutsäcke.

Unterdruck- oder Vakuumsysteme dagegen sind für kleinere Mengen und kürzere Strecken geeignet und werden im Allgemeinen verwendet, um Material von mehreren Quellen wie Lagerbehältern, Prozessausrüstung, Schüttgutsäcken, Lkws und Eisenbahnwaggons, zu einzelnen oder mehreren Zielen zu transportieren. Der Unterdruck wird von einem Drehkolben-Vakuumgebläse am stromabwärtigen Ende des Systems erzeugt. Material wird über Sackeinschüttstationen, die mit Drehklappenventilen, handgeführten Sauglanzen und Einfülltrichtern ausgestattet sind, in das System eingeleitet. Der Materialaustritt erfolgt über Filterabscheider, die das Material direkt oberhalb der Prozessausrüstung, Vorratstrichter/-behälter oder anderer Austrittsstellen von der Förderluft trennen. Unterdrucksysteme bieten unter anderem den Vorteil, dass das Vakuumgebläse eine nach innen gerichtete Ansaugung erzeugt, durch die das Austreten von Staub deutlich reduziert wird. Dies ist einer der Gründe, warum Unterdrucksysteme häufig in Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Reinheit und Staubbelastung eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil von Unterdrucksystemen ist ihr einfacher Aufbau, der mehrere Aufnahmestellen ermöglicht. Es ist jedoch anzumerken, dass die mit einem Unterdrucksystem möglichen Förderstrecken und Durchsätze begrenzt sind, da Unterdruck nicht in beliebiger Größe erzeugt werden kann.

Beispiel eines Überdrucksystems

Die Abbildung zeigt die gängigste Konfiguration eines Dichtstrom-Druckbehältersystems, wenn das Ziel darin besteht, die Zersetzung oder Entmischung des Materials zu reduzieren.

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Coperion K-Tron Doppelschnecken-Dosierer zur Dosierung von Pulver in Lebensmittelqualität

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